In unserer Gemeinde lässt es sich gut leben – damit das so bleibt, müssen wir vernünftig mit unserem Geld haushalten. Der Gemeinderat hat die Zahlen für 2026 festgelegt. Hier erfahrt ihr im Klartext, wie es um unsere Finanzen steht, woher das Geld kommt und warum wir trotz „engem Gürtel“ massiv in unseren Nachwuchs investieren.
Klartext: Die Lage bleibt angespannt
Machen wir uns nichts vor: Die finanzielle Lage ist herausfordernd. Unsere Gewerbesteuer war zuletzt rückläufig, und wir müssen 2026 rund 1,2 Millionen Euro aus unseren Rücklagen (unserem Ersparten) nehmen, um alle Projekte stemmen zu können.
Zudem spüren wir die allgemeine Wirtschaftslage: Die Zinsen haben sich verdoppelt, was uns jährlich über 40.000 Euro kostet. Im Februar 2026 müssen wir zudem einen alten Kredit umschulden – zu den aktuell höheren Marktzinsen. Trotzdem: Wir ducken uns nicht weg, sondern investieren gezielt.
Der Haushalt in zwei Töpfen
Damit ihr wisst, wovon wir reden:
- Der Verwaltungshaushalt (Der „Alltag“): Hier fließen 4,15 Millionen Euro in Personal, Strom, Bauhof und die Kreisumlage. Durch steigende Preise liegt dieser Topf knapp 14 % über dem Vorjahr.
- Der Vermögenshaushalt (Die „Zukunft“): Hier stecken 2,75 Millionen Euro für echte Bauprojekte und Anschaffungen.
Unsere Schwerpunkte: Kinder und Infrastruktur
Wir investieren nicht in Klein-Klein, sondern in Projekte, von denen alle Generationen profitieren:
- Kindergarten „im Sonnenschein“: Das ist unser Herzensprojekt und eine der größten sozialen Investitionen. Nach 1.5 Mio im letzten Jahr ist auch im Haushalt 2026 ein Baukostenzuschuss, an den Träger der Einrichtung, von 300.000 Euro eingeplant mit dem wir die KiTa fit für die Zukunft machen. Hier fließt das Geld direkt in die Lebensqualität unserer jungen Familien.
- Wasserversorgung Ottenhofen & Tiefbau: Sauberes Wasser ist Pflichtaufgabe und Lebensgrundlage. Mit rund 1 Million Euro für die Verbesserung der Wasserversorgung in Ottenhofen (erster Teilabschnitt) und weiteren Mitteln für die Kanalsanierung sichern wir unsere Infrastruktur.
- Straßen: Für den Erhalt und Ausbau unserer Wege sind 275.000 Euro fest eingeplant.
Übrigens: Auch die Sicherheit durch die Feuerwehr und die Nahversorgung über unseren Kommunalladen behalten wir mit kleineren Posten im Blick, damit Marktbergel lebendig bleibt.
Das ist der Plan
Unsere Schulden werden Ende 2026 bei ca. 1,4 Millionen Euro liegen. Das ist ein hohes Niveau, aber für die Umsetzung der KiTa und der Wasserversorgung notwendig. Eine Sondertilgung ist aktuell nicht drin, da jeder Euro in die Baumaßnahmen fließt.
Unsere „freie Investitionsspanne“ – also das, was nach Abzug aller Fixkosten zum Gestalten bleibt – liegt bei ca. 350.000 Euro. Das ist besser als im Vorjahr, lässt aber keinen Raum für Luftschlösser.
Hier findet Ihr den offiziellen Vorbericht des Haushalts 2026 aus unserer Kämmerei:
Vorbericht – Haushalt 2026 der Marktgemeinde Marktbergel
Für alle denen „KommHV-Kameralistik“ nicht viel sagt oder keine Zeit/Lust haben, sich bis ins Detail damit zu befassen –> Wir haben versucht es in einer kurzen, verständlichen Fassung zusammenzufassen:
Haushalt 2026 der Gemeinde | Fokus Zuhause
Fazit: Das Jahr 2026 steht im Zeichen der Realisierung. Wir bauen die KiTa, sanieren die Wasserleitungen und sichern die Daseinsvorsorge. Wir machen Marktbergel fit für morgen – direkt, solide und ohne Umwege.
Euer Gemeinderat Marktbergel